3. Tag: »Frauen werden durch eine andere Brille betrachtet. Das ist nicht schlecht. Es ist sogar von Vorteil!«
09:00 Uhr bis 16:30 Uhr:
Konflikte: wie man sie erkennt, bearbeitet und in ›gemeinsam durchgestandene Erfahrungen‹ verwandelt
Konflikte folgen einem Muster, das man kennen sollte, um an den verschiedenen Stellen eingreifen zu können, die sich im Alltag präsentieren. Das Schwierige an Konflikten ist nämlich nicht, dass es sie gibt, sondern wie wir sie bewerten. Gerade im Berufsleben ist es wichtig, den Konflikt als eine eigene, mitunter sogar konstruktive Form der Kommunikation zu betrachten und ihn von unfairen Methoden wie Mobbing, Machtgebaren oder Intrige zu unterscheiden. Auch hier bringen Frauen oft bereits einen Katalog von Einschätzungen, Techniken und Methoden mit, die/den man, punktgenauer eingesetzt und stringenter genutzt, als Handwerkszeug für den beruflichen Alltag einsetzen kann. Von Killerphrasen über Störfeuern und Verweigerungshaltungen bis hin zum offenen Machtkampf werden die möglichen ‚Symptome‘ besprochen, eingeordnet und neue, evtl. günstigere Verhaltensmaßnahmen erprobt.
Individuelles Resilienz(Widerstandskraft)-Training: äußere und innere Stressoren erkennen und neutralisieren, grundsätzliche und akute Möglichkeiten der Bearbeitung von Stress und anderen Energiefressern
Bei der Bearbeitung von Stress ist es entscheidend, zu identifizieren, aus welcher Ebene die Irritation kommt. Auf der Grundlage eines einfachen Modells werden individuelle Stressoren ausgemacht und mögliche ‚Antworten‘ besprochen, ausprobiert und geübt. Das Training reicht von Bewusstseins- über Interaktionssteuerungsübungen bis hin zu körperlichen Übungen, die die stressaffine Muskulatur entlasten helfen. Ziel ist hier, für jede Teilnehmerin mindestens eine Übung zu finden, die im Akutfall hilft, den Stress ›zu stoppen‹.
Was ist ein Konflikt und welche Wirkung hat er in der Kommunikation? Konfliktmanagement ist Teamarbeit: wie eine gelungene Bewältigung die Zusammenarbeit fördern – und die weibliche Führungskraft stärken kann. Selbstbehauptungsstrategien neben der Kunst des Nein-Sagens, eigene Ziele setzen und verfolgen, Energieräuber, Höflichkeits- und Beliebtheitsfallen souverän umschiffen, Nähe und Distanz der Führungskraft in Konflikt, Intrige und Machtspiel. Wirksame Techniken der Körperarbeit und des Mentaltrainings werden zur Grundlage einer eigenen ›Stress-Stopp-Technik‹ herangezogen.
Methoden
Vortrag (Fakten, Stand der Forschung), Gespräch und Kleingruppenbearbeitung typischer Konflikt-Szenarios, Mentoren-Technik, Stopp-Moderationen, ›Posing‹-Übungen, Video-Aufnahmen und –analyse, Vortrag, Atem- und Haltungsanalyse, Bewegungs-, Stimm- und ›Kraft‹-Ttraining, Entlastungs- und Dynamisierungsübungen (einzeln und in 2er-Gruppen), Erarbeitung individueller ›Anti-Stress-Trigger‹.
